Tusche selbst gemacht Tusche aus Schwarzer Walnuss nach Stephanus Embricanus (Stefan Kindermann) Vorgeschichte: Kai, einer meiner Freunde, zeigte mir vor einigen Jahren mehrere "schwarze Walnüsse", die er von einem Freund als Samen für seinen Wald erhielt, sowie schwarzes Walnussöl, das als Mittel gegen Parasiten in der Naturmedizin gerne und erfolgreich angewendet wird. Es sah aus wie Tintenfisch- oder Bistertusche und bei mir entstand während Kais Ausführungen über Baumart, Herkunft und Verwandtschaften und Anwendung des Öles folgendes Aha Erlebnis: Wenn man aus dem Zeug solch ein starkfärbendes Öl erzeugen kann, warum dann nicht auch einen wässrigen Auszug mit den gleichen färbenden Eigenschaften. Ich wusste, dass im Rheinpark vereinzelt einige grosse Walnussbäume dieser Art standen, weil ich die Früchte schon seit Jahren jeden Herbst am Boden liegen sah, die Verwandtschaft zu unserer auch in Mitteleuropa heimischen Walnussart unverkennbar ist. Ich habe mich schon immer gefragt: "Kann man die essen?" - "Ja"- sie sind lecker, aber sehr schwierig zu knacken.
The making of: Dieses Jahr sammelte ich einige Früchte, schnitt die Nüsse heraus und legte die Schalen der frischen Kapseln in Wasser ein. Ein wenig Stampfen war recht hilfreich und nach kurzer Zeit färbte sich das Wasser tiefbraun. Abgegossen und durch ein Sieb gefiltert erwies sich die Flüssigkeit als brauchbar mit guten Flusseigenschaften, aber sie war noch ein wenig zu schwach in der Färbung. So kochte ich die Suppe auf das halbe Volumen zurück und die Färbekraft nahm erheblich zu. Es galt nun dem Farbstoff ein wenig mehr Bindekraft zu vermitteln, um ein Ausbluten zu vermeiden und somit auch die Tusche übermalbar und bedingt wasserfest zu gestalten. Dazu nahm ich Schellack, in Spiritus gelöst und gab von diesem unter Schütteln dann zirka ein Zehntel zum Gesamtvolumen der färbenden Flüssigkeit hinzu. Die Mixtur machte ich in einem Extragefäss, nur mit einem Teil des Farbstoffes, um zu starke Zugaben von Schellack nachträglich wieder reduzieren zu können. Mit zu viel Schellack wird die Tusche stockig und fliesst nicht mehr gut von der Feder des weiteren läuft beim übermalen der Strich aus, zu wenig Schellack erhält die Tusche zu sehr wasserlöslich und eine Vertiefung des Farbtons ist durch späteres Übermalen nicht zu erzielen, weil das Papier die Tusche aufsaugt auch zerstört weiterer Kontakt mit Wasser die Zeichnung. Zum Dispergieren der Schellacklösung in der Farbstofflösung ist es gut, den Farbstoff ein wenig zu erhitzen.
Lichtbeständigkeit und Säuregehalt gilt es noch zu bestimmen, aber es scheint ein gut brauchbares und günstiges Material zu sein, das zu großflächigen und großzügigen Arbeiten auf unterschiedlichsten Papiersorten einlädt. Wer dieses Rezept nutzt und weitergibt möge doch an dessen Herkunft erinnern.
Ja, ich hab's gelesen, in Deutsch und English...sehr interressant. Du bist ein erfinder. Wunderbar! Hier in Australien gibt est mindestens ein sehr beliebter Kuenstler: Albert Namajira, ein Aboriginal Kuenstler, hat auch seine farben selber gemacht von natuerlichen stoffen (erde, pflanzen,usw.) Seine Aquarelle von Australishen landscapes sind wundershoen, und sind heutzutage sehr populaer.
Glad you found the information interesting. Yes, he is a much loved and well known Australian artist. As a matter of fact, Australian Aboriginal art is in very high demand these days.
Wunderbar!
Hier in Australien gibt est mindestens ein sehr beliebter Kuenstler: Albert Namajira, ein Aboriginal Kuenstler, hat auch seine farben selber gemacht von natuerlichen stoffen (erde, pflanzen,usw.) Seine Aquarelle von Australishen landscapes sind wundershoen, und sind heutzutage sehr populaer.
auch was Farben betrifft